Veranstaltungen




Choralbearbeitungen von Frühbarock bis Spätromantik

aus dem deutschen Sprachraum


zweitägiger Kurs 2020

evangelische Kirche Flawil (Feld)

mit Verena Förster


Analyse – Methoden zum Üben – Aufführungspraxis


Sa 22. August und Sa 05. September 9:00 – 16:30


Der Kurs richtet sich an neben- und hauptamtlich tätige Organistinnen und Organisten, Studierende und fortgeschrittene Laien.

Die Goll-Orgel von 1911 in der evangelischen Kirche Flawil im Feld ist ein bedeutendes Beispiel der Orgelbaukunst der Zeit des Jugendstils. 2018 wurde das selten authentisch erhaltene Instrument durch die Erbauerfirma Goll bis ins Detail wieder auf ihren ursprünglichen Zustand hin restauriert. Nachdem die restaurierte Orgel letztes Jahr von den St. Galler Orgelfreunden bereits vorgestellt wurde, bieten wir nun mit dem Kurs die Gelegenheit selbst auf ihr zu spielen (Infos zur Orgel findet man in Bulletin 2019/1 und 2008/1 der Orgelfreude).

Die neue Orgel von Mönch & Prachtel hat, infolge des wiedererstandenen barocken Klangideals, ab 1977 das „Fin de siècle- Instrument“ von Goll ersetzt. So haben wir in dem Kurs die Möglichkeit an allen Stücken auf einem stilistisch passenden Instrument zu arbeiten. Aber auch der Weg zu einer möglichst befriedigenden Interpretation auf der nicht zur Literatur passenden Orgel wird Thema dieses Kurses sein.

Zwischen den beiden Kurstagen hat es Zeit, um mit dem Erlernten an der eigenen Orgel Erfahrungen zu sammeln.

Verena Förster, geboren 1969 in München, studierte 1991-97 Orgel bei Karl Mareen am Leopold Mozart-Konservatorium Augsburg. Neben einem dreijährigen Aufbaustudium bei Jean-Claude Zehnder an der Scola Cantorum Basel nahm sie an Meisterkursen bei Felix Friedrich, Reinhard Jaud, Andrea Marcon, Harald Vogel u.a. teil und studierte von 1997-2002 Musikwissenschaft, Pädagogik und Germanistik in München und Basel. Sie erteilte 1996-2005 den Führungsaufsehern des Deutschen Museums in München Orgel- und Cembalounterricht, arbeitete 1998-2002 als studierende Assistentin von Prof. Wulf Arlt am Musikwissenschaftlichen Institut Basel und war von 2001-2002 Musiklehrerin in Riehen (Basel) und Brugg (Aargau). Seit 2002 ist sie Organistin der evang. ref. Kirchgem. St. Gallen Centrum und Dozentin für Orgel und Musiktheorie an der evangelischen Kirchenmusikschule (EKMS) der Musikakademie St. Gallen. Sie konzertiert in verschiedenen Ländern Europas und spielte sechs CD's an stilistisch ausgewählten Orgeln ein, zuletzt 2014 an der Orgel der Kirche St. Mangen. Im Studienjahr 2005/6 wirkte sie als Dozentin für Lehrpraxis im Fach Orgel am Konservatorium Feldkirch (A). 2005 gab sie für den Solothurner Organistenverband einen Kurs zum Thema „Alte Musik im Gottesdienst“. Von 2007-15 leitete sie jeden Sommer die „Orgelwoche Obwalden“. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Verena Förster mit der Verknüpfung von musikalischer Analyse und Interpretation sowie mit Fragen zum Thema „Üben“ und hat eigene Strategien zum effizienten Erlernen von Stücken erarbeitet. Seite wenden

Die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer sind gebeten jeweils:

eine Choralbearbeitung (oder mehrere) aus Frühbarock bis Klassik und

eine Choralbearbeitung (oder mehrere) aus der Romantik aus dem deutschen Sprachraum vorzubereiten.

Die Wahl der Stücke ist frei.

Wir bitten, möglichst Urtextausgaben und keine transponierten Fassungen zu verwenden und von den vorbereiteten Stücken bis spätestens Anmeldeschluss Kopien per Post an Verena Förster zu schicken an:


Verena Förster Linsebühlstrasse 24 9000 St. Gallen


Die Kurskosten betragen: Fr. 100.- für beide Tage zusammen


Anmeldeschluss: 27. Juli 2020

 

Anmeldung:

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