Veranstaltungen

Drei Orgeln – Drei Epochen – Drei Tage


Orgelkurs mit Verena Förster


In St. Gallen bietet sich die seltene Möglichkeit, in der Kirche St. Mangen eine im norddeutschen Barockstil erbaute Orgel (Felsberg, 1988) sowie in der Linsebühlkirche ein authentisches deutsch-romantisches Instrument (Goll, 1897) zur Verfügung zu haben. Daneben lädt die neue „quadrophone“ Goll-Orgel in der Kirche St. Laurenzen dazu ein, sich einerseits an moderne Kompositionen zu wagen, und andererseits auszuprobieren, Musik vergangener Zeiten auf ein zeitgenössisches Instrument zu übertragen.

Am Samstag 7. September in der Kirche St. Mangen werden sowohl freie Werke als auch Choralbearbeitungen aus dem nord- und mitteldeutschen Barock thematisiert.

Am Samstag 21. September in der Linsebühlkirche stehen romantische freie Werke und Choralbearbeitungen aus dem deutschen Sprachraum auf dem Programm.

Am Samstag 26. Oktober in St. Laurenzen darf moderne Musik erklingen sowie auf das Repertoire der beiden vorangegangenen Kurstage zurückgegriffen werden.


Innerhalb der angegebenen Epochen und Stile ist die Wahl der Stücke frei. Alle aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, pro Kurstag ein bis zwei möglichst kürzere Werke vorspielreif vorzubereiten, die Stücke für die ersten beiden Kurstage bei der Anmeldung anzugeben und die entsprechenden Noten (aus der Ausgabe aus der auch gespielt wird!) eingescannt als PDF-Mail-Anhang oder per Post, an Verena Förster zu senden. Die Noten werden anschließend allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.

Gerne können bei der Anmeldung auch bereits die für den dritten Kurstag ausgewählten Stücke angeben und mitgeschickt werden, doch kann dies auch erst im Anschluss an den zweiten Kurstag erfolgen.


Verena Förster wurde 1969 in München geboren. 1991-97 studierte sie Orgel bei Karl Maureen am Leopold-Mozart in Augsburg. Es folgte ein dreijähriges Aufbaustudium für Orgel und Cembalo bei Jean-Claude Zehnder an der Schola-Cantorum in Basel. Daneben nahm sie an Meisterkursen bei Jörg-Andreas Bötticher, Felix Friedrich, Lorenzo Ghielmi, Reinhard Jaud, Andrea Marcon, Jacques van Oortmerssen, Michael Radulescu, Harald Vogel, Wolfgang Zerer, u.a. teil. Von 1997-2002 studierte sie Musikwissenschaft, Pädagogik und Germanistik in München und Basel.

1996-2005 erteilte sie Orgel- und Cembalounterricht für die Führungsaufseher in der Musiksammlung des Deutschen Museums in München. 1998-2001 arbeitete sie als studierende Assistentin von Prof. Wulf Arlt am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Basel. 2001-2002 war sie als Musiklehrerin in Riehen (Basel) und Brugg (Aargau) tätig. Seit 2002 ist sie Organistin in der Evang.-ref. Kirchgemeinde St. Gallen-Centrum und Dozentin für Orgel und Musiktheorie an der evangelischen Kirchenmusikschule St. Gallen (ekms). Im Studienjahr 2005/2006 wirkte Verena Förster als Dozentin für Lehrpraxis im Fach Orgel am Konservatorium Feldkirch (A). 2005 gab sie für den Solothurner Organistenverband einen Kurs zum Thema „Alte Musik im Gottesdienst“. Von 2007-15 leitete sie jeden Sommer die „Orgelwoche Obwalden“, einen Orgelkurs unter dem Motto „Historische Aufführungspraxis vom 16. bis 19. Jahrhundert“ an stilistisch adäquaten Orgeln. Seit 2017 bietet sie Orgelkurse an, in denen Aspekte der Historischen Aufführungspraxis mit Fragen zur musikalischen Analyse als Interpretationsgrundlage sowie mit verschiedenen Techniken zum effizienteren Üben, zum Umgang mit Auftrittssituationen usw. verknüpft werden. Verena Förster hält Vorträge zu verschiedenen musikwissenschaftlichen Themen mit einem Schwerpunkt auf der Orgelmusik. Sie konzertiert in verschiedenen Ländern Europas und spielte sechs CDs auf stilistisch zum jeweiligen Repertoire passenden Orgeln ein.


Anmeldung

Aus zeitlichen Gründen können maximal 10 aktive Teilnehmer:innen zugelassen werden.

Passive Teilnahme ist möglich, Platzzahl beschränkt.

Anmeldeschluss: 5. August 2024

Alle drei Tage: Fr. 200.- (25% Vergünstigung für Mitlieder des ÖVK SGA)

Einzelne Tage: Fr. 80.- (25% Vergünstigung für Mitlieder des ÖVK SGA)

Passive Teilnahme:

50% auf die oben genannten Tarife.

Verpflegung ist Sache der Teilnehmenden.